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01.07.12

Tempus fugit...

...para bellum
Mashup, yo!


Während noch der Sommer mit heißem Juniende die Menschen zum Schwitzen bringt -und Fußballfans zum Heulen (wobei mir auffiel, dass sich seit mehreren Jahren schon niemand mehr lustig macht über dialektbedingte Akzente; Herr Löw böte Angriffsfläche) und Diskutieren- ist das halbe Jahr schon vorbei. 2012, huh, Mayakalender, Katharsis, et cetera, ad nauseam.

Vermutlich miesestes Foto der Welt: Vollpfosten vor Joggerin (schön)
Während sich über der schönen Joggerin (wird sie demnächst heiraten und ein glückliches Leben hier auf dem Land verbringen, oder geht sie studieren -nach Berlin gar- und verwahrlost im Moloch als verlassene Mutter drogensüchtiger Kinder?) Wölkchen zu Wolken ballen und bald zu Fronten werden, ist irgendwas in Sachen Krise beschlossen worden.


Während also alle noch im Wärmetaumel dahindampfen, ahnt der Körper und weiß der Teil des Geistes den ich als Betriebssystem betrachte, dass es hier sehr bald wieder so aussehen wird: kalt und öd und feucht und klamm und wo bleibt nur die Sonne? Alles ächzt und alles knarrt, hinkt und manches knackt und platzt und stirbt.


Am Abend dann im Biergarten sahararotes Sonnenlicht bis weit nach halbzehn. Und schließlich, danke!, ein ordentliches Gewitter. Die plappernden Touristen -ohne Augen für die Schönheit der Darbietung- drehten dem Geschehen den Rücken zu. EM ist rum, "Läbbe gehd weider."

Krise auch.

03.12.09

Dritte Tür

Was die warmen Tage vorgaukeln, klärt der Einbruch der Nacht: hier regiert der Kalender, Dezember ist Dezember. Es dämmert früh und wird erstaunlich kalt.

Beim Blick ins Feuer wird dann der innere Hippie freigesetzt: "Dieses Stück Holz war einst Teil eines Baums. Und dieser Baum wuchs jahrzehntelang in den Himmel, spendete Menschen Schatten und einen erfreulichen Anblick, vielleicht sogar seine Früchte. Er war Lebensraum für Insekten, Vögel, kleine Säuger, Pilze und Bakterien. Dann wurde er gefällt, und seine Balken wurden zu einem Schuppen, der Gerätschaft vor Wind und Wetter schützte. 40, 50, 80 lange Jahre! Vielleicht liebte sich ein junges Paar wild im heimlichen Obdach? Und jetzt spendet er mir während seiner flackernden Metamorphose behagliche Wärme und macht aus einer simplen Wohnung mein Heim!"

(Voice Off: "Seufz!")

Zurück zur Musik: hier ist D.O.A. mit "We don't care what you say... FUCK YOU!"